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friedenQuelle: www.youwall.com

Der November ist da. Man spürt es dieser Tage nicht nur am Wetter sondern auch oftmals am Gemüt vieler Menschen. Der November regt viele von uns zum Nachdenken an und konfrontiert uns, gerade zu den Feiertagen, mit dem Tod geliebter Menschen. Der natürliche Tod eines Menschen ist traurig genug aber eben auch unabwendbar. Hingegen sind die Toten der Kriege sowie die Toten von Gewaltakten nicht recht zu fertigen. Der „bloße“ Hass an sich, ebenso nicht. Gerade dieser Tag fallen mir die grässlichen, oftmals rassistischen Kommentare in den sozialen Netzwerken verstärkt auf. Wir reden hier nicht von Menschen außerhalb unseres Umfeldes, die keiner kennt. Nein. Oftmals ist es die traurige Wahrheit, dass es sich um Bekannte oder Netzwerk-Freunde handelt, die ihren Hass gegen andere Menschen richten. Ob Ausländer, Homosexuelle, Muslime oder wer auch immer. Es werden ohne Nachzudenken strafrelevante Äußerungen öffentlich und namentlich gepostet. Haben wir aus der Geschichte nichts gelernt? Will der Mensch den Frieden nicht? Ich glaube, dass der Friede keine Säule der Selbstverständlichkeit ist – leider. Friede muss erneut und erneut eingefordert werden. Es muss gezielter klar gemacht werden, was Krieg bedeutet. Nicht nur Generationengespräche mit Zeitzeugen des Krieges finden viel zu wenig statt, sondern auch die außerschulische Auseinandersetzung mit den Folgen eines Krieges. Ein reines „Ich verlass mich auf die Schulbildung“ ist eben zu wenig. In Europa gibt es nun über 70 Jahre Frieden und somit auch Generationen, die den Krieg - Gott sei Dank - niemals kennenlernen mussten (mich eingeschlossen). Ich fordere speziell die jüngeren Generationen auf, besonders den 13. November (Gedenktag der Toten der beiden Weltkriege) mit Nachdenken zu verbringen. Frei nach Marie von Ebner-Eschenbach: „Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.“